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Madeira 2007

28.06.2007 - 05.06.2007

    Eigentlich wollten wir den Sommer bei uns in Deutschland verbringen, um die Tauchgebiete Norddeutschlands unsicher zu machen. Ein bisschen Ostsee, Hemmoor und der Schweriner See standen auf dem Programm. Aber es kam dann doch anders als gedacht! Das Wetter war echt bescheiden, es regnete seit Tagen und so sind wir kurz entschlossen zum Flughafen gefahren um nach günstigen Flügen zu gucken. Nach ein paar Minuten sind wir dann fündig geworden - nach Madeira sollte es gehen, und das gleich 3 Tage später. Also ab nach Hause, Klamotten und Tauchgepäck zusammengepackt, noch einen kleinen Reiseführer organisiert und 3 Tage später saßen wir auch schon im Flieger.

madeira

Madeira liegt im Atlantischen Ozean, etwa 500 km nördlich der Kanaren und 700 km westlich von Marokko und gehört politisch gesehen zu Portugal. Zur Inselgruppe Madeira gehören noch 3 weitere Inseln, wovon noch eine weitere - Porto Santo - bewohnt ist. Die beiden unbewohnten Inseln Ilhas Desertas und Ilhas Selvagens sind seit einigen Jahren Naturschutzgebiet und ein betreten ist nur mit Genehmigung möglich.

Der Flughafen Santa Catarina befindet sich ca. 16 km nordöstlich von der Hauptstadt Funchal in Santa Cruz und gehört nach wie vor zu einem am schwierigsten auszufliegenden Flughäfen überhaupt. Problem dabei ist wohl die Länge der Landebahn, die unmittelbare Nähe der Steilküste und eine Rechtskurve direkt beim Landeanflug. Wir sind aber trotz Regen und Wind ganz gut und heile runter gekommen.

 

Residencial Monte Verde Monte Verde

Gebucht hatten wir ein kleines Hotel, das Residencial Monte Verde, direkt in Funchal, welches sich dann doch eher als eine Art Pension herausstellte, was sich aber nicht als Nachteil darstellte. Das zweistöckige Gebäude hatte gerade mal 20 Zimmerchen und war fest in Familienhand. Die Fahrtzeit vom Flughafen betrug etwa 30 Minuten. Die Zimmer waren sauber und das Personal freundlich und wenn man genau aus dem Fenster sah, konnte man sogar das Meer sehen. Es war nichts besonderes, aber alles in allem wirklich o.k.

Da wir ja hauptsächlich zum tauchen auf der Insel waren, hatte ich mich im Vorfeld bereits ein wenig kundig gemacht, wie und vor allem mit wem wir dort tauchen gehen können. In der Nähe unserer Pension hatte ich dann auch schnell eine deutsche Tauchbasis ausgemacht - Tubarao Madeira - welche sich auch als absoluter Volltreffer herausstellte. Die Tauchbasis befindet sich direkt im Pestana Palms Hotel und hat einen direkten Einstieg ins Meer.

Pestana Hotel - Tubarao Madeira

Wir machten uns, nachdem wir im Hotel eingecheckt und uns im selbigen ein wenig umgesehen hatten, auf den Weg ins nahe gelegenen Pestana Hotel, um die Tauchbasis aufzusuchen. Die Tauchbasis gehört dem deutschen Ehepaar Waltraud und Detlef Charne, die schon einige Jahre in Madeira leben und genauso lange die Basis betreiben.

Waltraud hat uns auch gleich liebevoll in Empfang genommen, ein kleines Basis-Briefing gegeben und uns angeboten gleich am Nachmittag noch einen Tauchgang zu machen. Also sind wir erstmal wieder ins Hotel und ruhten uns noch ein wenig aus - der Flug ging nämlich mitten in der Nacht los und wir waren entsprechend fertig. Detlef holte uns dann, wie verabredet, mit all unserem Tauchgerödel vom Hotel ab und so haben wir uns am Nachmittag das erste mal im Atlantik versenkt.

Das Wasser war mit 20°C noch ziemlich frisch, aber trotzdem haben wir in der Woche insgesamt 10 schöne Tauchgänge an verschiedenen Tauchplätzen gemacht. Leider kam dabei Madeira an sich viel zu kurz, denn die Insel hat weitaus mehr zu bieten, als nur Tauchplätze. Wir haben lediglich einen Tag zusammen mit Uta und ihrer Mutter, welche wir in den Tagen kennengelernt haben, die Südküste mit dem Auto unsicher gemacht.

Dabei war unser erster Stop die imposante Steilklippe Cabo Girao in der Nähe der Ortschaft Camara de Lobos. Diese Steilklippe ist mit 589 m die höchste Steilküste Europas. Am Fuße der Steilklippe haben Bauern, wie man auf den Bildern auch erkennen kann, Felder angelegt. Früher konnten die Bauern das Landstück angeblich nur mit dem Boot erreichen, worauf man im Jahre 2003 eine Seilbahn errichtete, um ihnen die Feldarbeit zu erleichtern.

Cabo Girão - Madeira

Steilküste - Cabo Girão

Cabo Girão - Madeira

Felder am Fuße von Cabo Girão

Cabo Girão - Blick auf Funchal

Cabo Girão - Blick auf Funchal

Wir sind dann nach einiger Zeit weiter Richtung Westen gefahren - etliche Bergtunnel waren zu durchqueren und richtig schnell kommt man auf Madeira irgend wie nicht vorwärts. Die Strassen sind zwar in einem guten Zustand, allerdings ist es ganz schön bergig und die Strassen schlängeln sich nur so entlang der Küste. Das kleine Örtchen Jardim do Mar war dann auch Endstation. Hier haben wir zum Abschluss noch mal den Ausblick aufs Meer genossen und uns an dem steinigen Strandabschnitt nieder gelassen um einigen Surfern zuzusehen.

Surfer - Jardim do Mar
Surfer - Jardim do Mar
Jardim do Mar

Strandabschnitt vom Jardim do Mar

Die Woche auf Madeira ging wieder einmal viel zu schnell vorbei und abschliessend bleibt eigentlich nur die Erkenntnis, dass wir uns beim nächsten Besuch der schönen Frühlingsinsel, definitiv mehr von der Insel ansehen werden, abgesehen davon ist Madeira ja auch nicht gerade weit entfernt und durch das milde Klima ein Ganzjahresziel.

Strelitzie

Die für Madeira typische Strelitzie oder auch Paradiesvogelblume.

 

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April ‘09